Für Eltern

Sind die Lackier- und Farbstoffe, mit denen mein Kind in Kontakt kommt, gesundheitsgefährdend?

Einige Produkte, die ein Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik im Arbeitsalltag verarbeitet, können bei unsachgemäßem Umgang gesundheitsgefährdend sein. Berufsanfänger werden jedoch von Beginn an über Gefahren und Gefährdungen aufgeklärt und für entsprechende Schutzmaßnahmen sensibilisiert. Ist der Umgang mit diesen Stoffen verantwortungsvoll und bedacht, besteht keine Gefahr.

Warum ist die Ausbildung so unbekannt?

Seit dem 1. August 1999 ist das Berufsbild für den Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (m/w) in Kraft. Der noch sehr junge Ausbildungsberuf hat sich im Bereich der Lackiertechnik hervor getan, da die Anforderungen an die Qualität und Kenntnisse stetig steigen. 90 % aller Konsumgüter und industriell genutzter Oberflächen werden durch eine Beschichtung veredelt.

Wie gut sind die Zukunftschancen nach der Ausbildung?

Auszubildende und spätere Fachkräfte in diesem Bereich sind sehr gefragt, so dass bei guter Arbeit sogar die Wahrscheinlichkeit hoch ist, nach der Ausbildung vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Bei Interesse sind Fort- und Weiterbildungen zum Industriemeister oder zum staatlich geprüften Techniker möglich.

Mein Kind ist noch nicht volljährig und hat keinen Führerschein. Kann es trotzdem in die zum Teil weiter entfernten Betriebsstätten kommen?

Einige Unternehmen liegen etwas ländlich und sind nicht optimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Viele Firmen setzen sich dafür ein, hier Lösungen zu finden wie zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden. Dieser Punkt sollte im Vorstellungsgespräch erörtert werden.

Wie funktioniert die duale Ausbildung?

Der Azubi oder die Azubine sind im ersten Lehrjahr an drei Tagen in der Woche im Betrieb und an zwei Tagen in der Berufsschule in Lingen (BBS Lingen, gewerbliche Fachrichtung). Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr findet jeweils nur ein Berufsschultag pro Woche statt.

Da der Ausbildungsberuf noch nicht so stark besetzt ist, dass eine ganze Klasse mit 20 Schülern zusammen kommt, sind die Lehrlinge im 1. Jahr mit den Metallbauern in einer Klassengemeinschaft, im 2. Ausbildungsjahr bei den Lackierern und im 3. Jahr werden sie individuell unterrichtet.

Zur Mitte des 2. Lehrjahres findet eine Zwischenprüfung statt, die den Wissensstand der Azubis abfragt. Dabei werden neben theoretischen Kenntnissen praktische Fähigkeiten geprüft. Es wird ein Arbeitsstück aus Metall erstellt, das entweder pulverbeschichtet oder nasslackiert wird.

Zum Ende der Ausbildung im 3. Lehrjahr steht die Abschlussprüfung ins Haus. Wird diese erfolgreich absolviert, ist der Azubi ausgebildeter Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik.

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